Systema

Systema ist der Überbegriff für eine Trainingsmethode, die für militärische Zwecke aus dem traditionellem Kampfstil der Kosaken und Slawen entwickelt wurde. Es gibt heute verschiedene Übungsformen oder Stilrichtungen, die unter Systema existieren. Ähnlich ist es zum Beispiel auch mit den Überbegriffen Yoga, Tai Chi oder Kung Fu, unter denen es auch sehr viele verschiedene Stilrichtungen gibt.

Die Ausführungen hier beziehen sich auf den Systema Stil von Mikhail Ryabko und Vladimir Vasiliew

Vielleicht der wichtigste Aspekt von Systema ist die Fähigkeit, sich auch unter schwierigen Umständen zu entspannen. Diese Entspannungsfähigkeit ist die Grundlage für wirksame Bewegung in einer Kampf- oder Selbstverteidigungssituation und wird im Systema gezielt durch verschiedene Übungen trainiert.

Zu Beginn übt man sich in einfachen Situationen zu entspannen, während man auf dem Boden liegt, im Stehen oder im Gehen. Man entwickelt durch verschiedene Atemübungen ein Gefühl für den eigenen Körper und den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung. Mit diesem Gefühl verbunden wird die Situationsschwierigkeit dann nach und nach gesteigert.

Zunächst erlernt man einfache Bewegungen mit möglichst optimierter Spannung auszuführen, danach auch schwierige Körperübungen mit erhöhter Gewichtsbelastung. Man lernt, die Entspannung auch in schwieriger werdenden Situationen wie unter Schubsen, Stößen und Schlägen zu bewahren.

Aus dieser Entspannung heraus fängt der Körper dann an, sich sehr wirksam zu bewegen, um die Energie zu neutralisieren.

Sobald man diese Fähigkeit entwickelt hat, kann man dazu übergehen sehr realistische Kampfübungen mit vollem Kontakt und ohne Schutzausrüstung zu trainieren.

Das System vermittelt einfache Prinzipien, die schnell erlernt und in vielen verschiedenen Situationen eingesetzt werden können. Es herrscht eine große Freiheit in der Bewegung ohne vorgegebene Formen oder Techniken.